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Ach, email.

Email ist nicht tot zu bekommen. Es ist das beliebteste Kommunikationsmittel, weltweit, immer noch.

Und nichts ist für Management im Software und IT Umfeld ungeeigneter. Wie schnell ist noch eine Antwort verfasst, in der die eben noch finale Spezifikation noch einmal aufgeweicht ist. Wie schnell ist eine neue Anforderung formuliert, die noch nicht umgesetzt ist.

Dann gibt es immerhin ein Archiv, in dem der Projektleiter recherchieren kann: seine Inbox.

Das ist so 1999.

13 replies on “Ach, email.”

Das Problem ist doch nicht das Medium. Ist doch egal, ob geänderte bzw. neue Anforderungen per Mail oder aus einem schicken Requirements-Management-System kommen (oder sogar mit einer sehr schnellen Brieftaube).
In meinen Augen sind die Anforderer selbst das Problem, wenn sie nicht entscheiden können, wollen oder dürfen.

Dass die Anforderer Ihren Beitrag leisten, ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Mein Argument ist, dass e-Mail es viel zu einfach macht, jemanden nach einer kleinen Änderung zu fragen, oder das doch wenigstens einer großen Runde vorzuschlagen, vielleicht sogar als “Mandatory” Feature. Damit ist es nicht dokumentiert. Bis es dann nicht oder falsch umgesetzt wird, dann ist das “in der email von 17.04. um 13.28” eindeutig festgelegt worden. Und dabei waren sogar 28 Betroffene Teammitglieder in Kopie, jeder hat es gesehen. Oder sehen können. Bis auf den Entscheider, der dann immerhin verantwortlich ist, dass das Feature nicht umgesetzt worden ist.

Und nein, Word ist sicher keine Alternative um Requirements revisionssicher festzuhalten.

Und an den meisten anderen Tools zweifle ich auch. Ohne Prozess und Autoritäten helfen die besten Tools nichts. Aber eMail macht es der Projektkommunikation zu einfach, aus der Spur laufen.

Für die totale Autorität.
Und die Abschaffung des Telefons – denn nix is schlimmer als “wie am 17.04 um 13:28 telefonisch vereinbart” 😉

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