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Das Gewäsch von Volkswagen

Aussagekräftige Informationen – die gab es früher einmal. Heute versuchen Autohersteller, die Kunden mit emotionalen Geschichten für sich zu begeistern. Das allerdings könnte böse enden.

Auch die Software-Industrie appelliert schon länger an das Bauchgefühl des Kunden. Eine Strategie die schon seit längerem populär. Man kann das – positiv gestimmt – als erfolgreichen Marketing-Mechanismus interpretieren. Storytelling heißt der Marketing-Trend, wie selbst die Süddeutsche in dem Artikel schreibt, und ist mittlerweile in aller Munde.

Das ist auch notwendig, weil viele der Produkte, nicht nur im Automobilumfeld, besonders aber im High-Tech Umfeld, sich nicht durch Basiseigenschaften unterscheiden. Tatsächlich finden die Alleinstellungsmerkmale sich im allgemeinen in sehr technischen Details, in Ingenieurs-Problemen, die ein Hersteller besser als der andere gelöst hat. Für den Konsumenten aber in der Regel schwer bis gar nicht nachzuvollziehen. Bleibt dem Kunden nur noch eine Geschichte zu erzählen, die er auch versteht.

Als Käufer muss man die Gefühle für eine richtige Entscheidung aber zur Seite lassen und eine an Fakten orientierte Entscheidung treffen.  Das sind beim Automobil Verbrauch und Ökobilanz, für Software eignen sich beispielsweise Lizenzkosten, Developer-Velocity, oder messbare Reduzierungen von Support-Aufwänden.

Source: PR für Autos – Das Gewäsch von Volkswagen – Auto & Mobil – Süddeutsche.de